Auf den zweiten Blick
Tomboyfriend - End of Poverty
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17.01.2007

Tomboyfriend - End Of Poverty

Das Piano steht, schon von seiner geschwungenen Form her, oft für Eleganz, für das flüssige Tanzen der Finger über die Klaviatur, das mühelos in kurzer Zeit eine Unmenge von Noten aus diesem Klangkörper wohlgeformt ausgleiten lässt. Meine Lieblingfunktionalität dieses Instruments in der Popmusik ist aber eine, die bewusst macht, über was für ein streng mechanisches System es eigentlich seine Töne erzeugt: Das repetitive Tastenhämmern. Ob House oder Kneipenrock, wenn ein Song oder auch nur Songpart von diesem voluminösen Megapuls hinterfeuert wird, triggert das bei mir irgendeine herrliche synaptische Positivreaktion.

Wenn, ja wenn nur das Spiel streng im Rhythmus bleibt. Völlig egal, ob das elektronisch geschieht oder ob jemand das mit innerem Metronom und motorischer Koordination manuell hinkriegt, nur wenn letzteres wie hier ständig leicht neben der Spur landet ist die ganze Magie hin. Schlimmer noch ist die Sache, wegen der ich mich sonst so freuen würde, ein Ärgernis wegen dem ich auf nichts anderes hier mehr achten kann. Alles was ich höre sind die unterschiedlich starken und unpünktlichen Anschläge.