29.01.2007
radicalfashion - Shousetsu
Das ist aber mal sehr schön. Melancholisch-melodische Pianoläufe vor Plattenspielerknistern, vor allem aber dem Ticken einer Uhr und dem Rascheln umgeblätterter Seiten - nach denen das Stück des Japaners auch quasi benannt ist (Shousetsu = Magazin). Der Clou daran ist die Stop-Start-Beschränkung, mit der sich das Stück nur in Schüben entfaltet und wieder wegebbt, einem Atem oder Herzschlag nachempfunden gerade durch diese regelmäßige, aber nicht streng regelmäßige Unstetigkeit lebendig wirkt. Bis sich dann kurz vor Schluss die Tasten zu befreien scheinen, ohne das dämpfende Ambiente laut und frei aufspielen und endlich befriedigend ihren Melodienweg beenden können.