20.02.2007
The Manhattan Love Suicides - Suzy Jones
Die Macht der Informationsfilter: Folgte man nur einer Handvoll amerikanischer Blogs, so schien ab 2008 eine janglige Noisepop-Renaissance um Bands wie Vivian Girls oder Dum Dum Girls loszurollen. Doch wenn ein Genre nie (im Gegensatz zu Garage-Punk zur gleichen Zeit) einen größeren qualitativen oder quantitativen Aufschwung hatte, dann dieses.
Eine beträchtliche Menge von Gruppen wie die Manhattan Love Suicides rauschte auch schon im Rest des Jahrzehnts mit süßem Gesang durch JAMC-Jams und schlug das Black Tambourine im Be My Baby-Beat dazu - nur geschah dies vorwiegend unter Beobachtung von darauf spezialisierten Blogs und Forum-Gemeinden, ohne an die große Glocke gehängt zu werden (und, auch nicht ganz unwichtig, vor allem in Europa und außerhalb der Medienkonzentrierer NYC und L.A.).
Sicher, das Rad wurde hier nicht neu erfunden, aber von der stärker publizierten US-Welle kann man das schließlich ebensowenig behaupten. So war dies eine Art von halbem ‘Revival’ nur auf Seite der Rezeption, nicht der tatsächlich geschaffenen Musik. Was zumindest dann von Bedeutung ist, wenn man mehr an letzterer an sich interessiert ist als am Zeitgeist.